Fachbereich: Datenschutzrecht

Durch den enormen Fortschritt im Bereich der Informations- und Kommunikationssysteme seit Mitte des 20. Jahrhunderts vergrößert sich die Anzahl der Daten, die über einzelne Individuen erhoben werden, stetig. Trotz der vielen Vorteile, die diese neuen Technologien mit sich bringen, führen sie auch zu Gefahren des Datenmissbrauchs. Der Datenschutz soll deshalb, als Teil des Persönlichkeitsrechts, welches durch die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) geschützt wird, diese Gefahren minimieren. Er gewährleistet dem Einzelnen ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung und schützt die Daten vor unrechtmässiger Verarbeitung. Unter Datenverarbeitung versteht man jeden möglichen Umgang mit Daten, vom Beschaffen, Archivieren, Umarbeiten bis zum Verwenden oder Löschen von Daten. Sowohl elektronische als auch manuelle Daten werden geschützt.

Dienstleistungen

  • Cyberkriminalität - Computer- und Internetkriminalität

    Als Cyberkriminalität versteht man Computer- und Internetkriminalität. Computerkriminalität bezeichnet alle strafbaren Handlungen, die mithilfe eines Computers (teilweise auch ohne Zuhilfenahme des Internets) vorgenommen werden. Unter die Internetkriminalität fallen Straftaten, die mithilfe des Internets begangen werden.

    Straftaten im Bereich Cyberkriminalität sind bspw. das Versenden von Trojanern, Diebstähle von Daten oder Identitäten anderer Personen, Datenmanipulationen sowie Bank- oder E-Commerce-Betrüge.

    Gerade in heutigen Zeitalter kommt Cyberkriminalität immer häufiger vor. Bei dem Verdacht auf eine solche Straftat sollte deshalb umgehend ein fachkundiger Experte eingeschaltet werden.

  • Datenschutz - Massnahmen zum Schutz der Persönlichkeit und der Grundrechte von Personen, über die Daten bearbeitet werden

    Unter den Datenschutz fallen alle Massnahmen zum Schutze der Daten einer Person. Sie dienen der Gewährleistung des Persönlichkeitsrechts und der Einhaltung der Grundrechte.

    Der Datenschutz wird mit zunehmender Digitalisierung immer wichtiger, da immer neuere Formen zur Datenerfassung entstehen. Beispiele dafür sind Mobiltelefone, Videoüberwachung, elektronische Zahlungsmethoden oder das Internet generell.

    Diese neuen Formen der Datenerfassung bringen immer auch Gefahren für den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte mit sich. Es ist deshalb sinnvoll, sich bei einem potentiellen Datenmissbrauch von einem ausgewiesenen Experten beraten zu lassen.

  • Hacking - Meist unrechtmässiges Verschaffen von Zugang zu anderen Systemen über öffentliche Netze oder IP-Netze

    Als Hacking bezeichnet man das unrechtmässige Verschaffen von Zugang zu anderen Systemen über öffentliche Netze oder IP-Netze.

    Hacker können Hardware, Gerätetreiber, Firmware und Netzwerke verändern oder Sicherheitsmechanismen überwinden, um in Systeme einzudringen und an gesperrte Daten zu gelangen. Erfolgt das Eindringen in fremde Computersysteme unrechtmässig, kann dies strafrechtlich Folgen haben.

  • Konzerninterne Datenschutzregeln - Datenschutz im Konzern

    Für den Austausch von Daten innerhalb eines Konzerns sind besondere Regeln vorgegeben. An die erlaubte Übermittlung von Daten, bspw. das Versenden von Kundendaten, vom einen zum anderen Unternehmen eines Konzerns, sind bestimmte Bedingungen geknüpft. Es ist deshalb empfehlenswert, sich bei Fragen bezüglich des konzerninternen Datenaustausches von einem fachkundigen Experten beraten zu lassen.

  • Patientendatenschutz - Anspruch zu wissen, welche Daten über die eigene Person vorhanden sind (Einsicht in Patientendokumentation), Recht auf Schutz der eigenen Daten

    Jeder Patient soll den Anspruch haben zu erfahren, welche Daten über die eigene Person vorhanden sind. Der Patientendatenschutz gewährleistet deshalb den Schutz der Daten des Patienten, insbesondere jene über seinen gesundheitlichen Zustand, vor unerlaubter Verarbeitung und gewährt das Recht auf Einsicht in die eigene Patientendokumentation.